

2018 startete Hilal Biryan bei AllDent und beschreibt ihren Start als Sprung ins kalte Wasser. Zwei Jahre hatte sie vorher an ihrem Ausbildungsstandort gearbeitet. Der Wechsel in eine große Praxis wie AllDent war eine Umstellung: klare Abläufe, definierte Zeitfenster, ein straffes Tempo. „Aber ich habe am ersten Tag assistiert – und es hat sofort gepasst.“
Als „ihre“ Chirurgin schwanger wurde, wechselte sie notgedrungen in die Assistenz bei einem Allrounder: „Aber das war mir zu langweilig.“ Sie verließ AllDent sogar kurzzeitig, kehrte aber zurück, als sich eine neue Perspektive eröffnete. Die erfahrene Klinikmanagerin Sigrid Plank hatte den richtigen Riecher in Personaldingen.

Hilal Biryan
OP-Supervisorin, seit 2018 bei AllDent
„Ein neugeborenes Baby“: Die Implantatzentrums-Managerin
Mit dem Einstieg von Dr. Wolfgang Bolz als Experte für „Feste dritte Zähne“ bei AllDent im Jahr 2021 startete der Aufbau der bundesweiten Implantatzentren von München aus. Hilals Biryans Stelle als Implantatzentrums-Managerin am Pilot-Standort war damals noch gar nicht richtig definiert: „Im Grunde bekam ich die Position wie ein neugeborenes Baby in den Arm gelegt.“ Von Anfang an assistierte sie Dr. Bolz, dem international renommierten Implantologen und Parodontologen im OP. „Ich lerne am besten im Tun“, schmunzelt sie. Zusätzlich lief eineinhalb Jahre lang alles rund um die komplexe Therapie bei ihr zusammen: Termine erstellen, beteiligte Personen koordinieren, Dokumente und Aufklärungsbögen sammeln, unterschreiben lassen, Patienten begleiten.
Somit fand sie sich als ZFA in einer vollkommen ungewohnten Rolle wieder. Sie hatte ein Büro mit Namensschild, Laptop und Visitenkarten. Zusätzlich war ihre Meinung in Konferenzen mit der Geschäftsleitung, Oberärzten, Chirurgen und Prothetikern gefragt, um Standards zu definieren.
Denn bei der Therapie „Feste dritte Zähne“ ist die Vorab-Planung entscheidend. Die Patienten kommen zahnlos oder mit nicht mehr erhaltenswerten Zähnen. Sie verlassen die Praxis am selben Tag mit einer Vollversorgung auf normalerweise vier Implantaten. Hilal Biryan erlebt oft, in welch gedrückter Stimmung Menschen die Praxis betreten. Verständlich, denn sie haben jahrelang gelitten; unter wackeligen Prothesen, Schmerzen, Scham, in der Öffentlichkeit zu lachen oder zu essen: „Wenn sie abends mit ihren neuen Zähnen nach Hause gehen, fließen manchmal Tränen vor Glück - auch bei uns!“
Das Upgrade: Die persönliche Assistentin
Als die deutschlandweite Expansion startete, fragte sie Dr. Bolz als persönliche, mitreisende Assistenz an. Das fühlte sich anfangs wie ein Rückschritt an. Heute weiß sie, es war ein Upgrade. Als bundesweite OP-Supervisorin, Coach und Mentorin sorgt sie dafür, dass Prozesse an allen AllDent Standorten funktionieren; vom Vorbereiten des OPs am Morgen bis zum Eingliedern des Zahnersatzes am Abend. Jede vorausschauende Handlung spart wertvolle Zeit bei der komplexen Operation:
„Oft werde ich am Empfang fast wie ein kleiner Star begrüßt.“ Meist betreut sie Teams an drei bis vier OP-Tagen pro Woche in verschiedenen Städten - mit Anreise am Vortag. Das zwingt manchmal privat zu Abstrichen: „Aber ich liebe die intensiven Arbeitsphasen. Wenn ich mich zurückziehen kann und die Leute hervorragend arbeiten, habe ich alles richtig gemacht.“
Die Rolle als Problemlöserin
Natürlich geht in einem OP nicht alles glatt: Kabelsalat, streikende Technik, fehlende Instrumente, Stress: „Wir sind alle angespannt. Aber ich versuche sachlich zu bleiben. Für alles gibt es Lösungen.“ Die Erfahrung hat sie ruhig gemacht, kompetent und selbstbewusst: „Ich denke für andere mit. Ich nehme Organisation ab. Ich schaffe Struktur.“ Der QM-Prozess bei AllDent kommt ihr dabei entgegen. Nierenschale, Bohrer, Tupfer, Nadelhalter; alles auf dem OP-Tablett hat seinen Platz. Schubladen und Regale sind immer gleich eingeräumt: „Man sieht sofort, wenn etwas fehlt und greift automatisch an die richtige Stelle.“
Wenn sich sowohl Patienten als auch Mitarbeitende wohlfühlen, geht es Hilal Biryan ebenfalls gut. Ausdauernde Freundlichkeit ist oft der Gamechanger. Dann verlassen auch vermeintlich schwierige Patienten die Praxis mit einer Umarmung.
Job-Booster: Geduld, Zuverlässigkeit und Verantwortung
Es gab schon ZFAs, die Rolle und Person gleichgesetzt haben: „Ich möchte auch eine Hilal sein!“ Der Rat der Original-Hilal für alle, die im Job mehr erreichen wollen: „Habt Geduld, seid absolut zuverlässig und übernehmt Verantwortung! Fleiß und Engagement werden gesehen!“
Auch für nicht Sternengläubige interessant: Hilal ist im Zeichen der Waage geboren. Vielleicht liegt auch darin das Erfolgsrezept: Für Balance und Ausgleich sorgen, auch wenn es hektisch wird. Das Ziel ist es wert. Schließlich geht am Ende jemand mit einem neuen Lächeln nach Hause.